Samstag abend fand dann die Museumsnacht statt. Ich habe mal versucht zu zählen wie oft ich an sowas schon teilgenommen habe, kann mich aber nicht mehr so ganz erinnern. Zumindest war es in einigen verschiedenen Städten und irgendwie gab es jedes Mal spannende Geschichten und Erinnerungen. Mit Kniebandage in der Hamburger S-Bahn der Fuß hochlegen wegen einer Sportverletzung vom Vortag. In Barcelona nachts um 1h mit meiner ukrainischen Hostelbekanntschaft im Regen Schlange stehen. Schokoladeneis essen im RE nach Mannheim. Und von den Museen will ich erst gar nicht anfangen.
Buenos Aires hat ziemlich viele Museen und erstaunlicherweise habe ich es aber nicht geschafft bei allen der über 180 teilnehmenden Museen vorbeizuschauen. Aber ich hab gut 6,5 Stunden lang alles mögliche angeschaut und bin quer durch die Stadt gelaufen/gefahren. Highlights dieser Aktion: nach 40 Minuten des in Wind und Kälte auf den Bus Wartens ein Taxi mit einem Pärchen aus Buenos Aires geteilt und mir spontan auch noch das Museum angeschaut, in das die beiden wollten. In der Synagoge des jüdischen Museums ein Chorkonzert anhören. Die temporäre Ausstellung der brasilianischen Künstlerin Beatriz Milhazes im MALBA sehen und gut finden.
Am Sonntag hab ich dann schon wieder etwas Neues gelernt. Der Schutzheilige der Stadt Buenos Aires ist Sankt Martin (hier San Martín de Tours). Zu dessen Ehren gab es einen kleinen Umzug in historischen Kostümen, die die erste Sankt Martinsfeier der Stadt Buenos Aires nachempfinden sollte. Vorher gab es auf größer Leinwand die Geschichte des Stadtheiligen als Film anzuschauen.
[Der Gute hat übrigens nach seinem Tod noch ganz schön zu tun. Buenos Aires ist schließlich nicht die einzige Stadt, die er zu beschützen hat. Wikipedia weiß zu berichten, dass auch Frankreich, die Slowakei, das Eichsfeld, das Burgenland, die Stadt Mainz plus deren Dom, die Reisenden, die Armen und Bettler, Reiter, Flüchtlinge, Gefangene, Abstinenzler und Soldaten von ihm Schutz in Anspruch nehmen. Ganz schön gefragt.]
Das war mal so eine ganz andere Art den 11.11. zu feiern. Als Kölnerin fallen mir da eher Karneval oder Laternenumzüge und Martinslieder ein, aber sowas war mir neu.
Meine Spiegelreflex hatte ich aus Bequemlichkeits- und Sicherheitsgründen diesmal nicht mit.
Aber ein Smartphone macht ja auch ganz passable Bilder.
Hier also Buenos Aires Teil 2
Regen am Busfenster
Graues Wasser. Fähre.
Ich mag lila blühende Bäume.
"El Ateneo" -
die wundervollste Buchhandlung mit Cafe von Buenos Aires.
Oder der Welt. Da bin ich unsicher.
Die Deckenmalerei ist hier leider nicht zu sehen.
In einem alten Theater. Auf der ehemaligen Bühne das Cafe.
Karrikatur aus dem Humormuseum.
"Mit dir kann man nicht rausgehen, Eva.
Du hälst an jedem Baum an, um die Blätter anzuschauen."
Herzstück eines Wandbilds des deutschen Malers Franz Ackermann.
Casa Rosada, Sitz der Präsidentin, heute mal so richtig pink
Ausstellung im Museum für Television über den Paraguaykrieg.
"Im Krieg verlieren wir alle..."
Aus der Ausstellung "Panamericano"
der brasilianischen Künstlerin Beatriz Milhazes
Auch von Beatriz Milhazes
Bank im MALBA (Museo de Arte Latinoamericano Buenos Aires)
Die hingen an einer so etwa 8-10m langen Wand.
Kunst auf dem Fußboden.
Martinsumzug
¡ Argentina !
*Wer diesen Satz nicht kennt sollte eindeutig mehr Michael Ende Bücher lesen!
Oder mal hier reinschauen.


























