Manchmal beschleicht mich das Gefühl es dauert nicht mehr lange bis es sowieso überall nur noch globalisierten Einheitsbrei gibt. Schon jetzt ist es in den Einkaufsstraßen europäischer Großstädte manchmal schwer zu sagen in welchem Land man sich gerade befindet. Überall finden sich die gleichen Ketten in denen man Kleidung oder Fastfood kaufen kann. Und alle Streben nach den gleichen Produkten.
Aber manchmal ist Globalisierung auch schön. Es gibt eben überall das Selbe. Wie zu Hause. Das erste Mal ist mir das in einem Hostel in Lissabon aufgefallen als ich beim Frühstück die gleichen Teller und das gleiche Besteck eines einschlägigen schwedischen Möbelhauses fand wie in meinem eigenen Schrank zu Hause. Selbiges Möbelhaus sorgt im allgemeinen auch dafür dass man sich in fremden Studentenzimmern gleich heimisch fühlt ("Oh, den Sessel hab ich auch.") und man kann eine gewisse Heimatsatmosphäre auch durch dort erworbene Produkte herstellen. So wie in Sevilla als ich mein Zimmer mit Schreibtisch und Beistelltisch möblierte, die ich in praktischer Verpackung und Leichtbauweise selbst per Bus halbwegs gut einkaufen konnte.
Auch Kaffeeketten können dank ihrer Omnipräsenz irgendwie ein Mini-Heimat-Gefühl hervorrufen. Immer das gleiche Einrichtungsdesign, immer der gleiche Kaffee, nur die Preise unterscheiden sich je nach Land.
Nur Uruguay hat kaum etwas von dem oben genannten bisher erreicht. Das Land ist so klein und so unwichtig, dass es bisher offensichtlich untergangen ist auf den Karten der großen Unternehmen. Möbel sind meist handgefertigt und teuer. Als schnelles Essen holt man sich eher Milanesas, Chivitos oder Hamburguesas an der Straße oder in der Bar. Klamotten kommen hier auch von Ketten, aber keine, die ich bisher schon anderswo gesehen hätte. Außerdem geht die Uruguaya an sich auch eher ein bis zwei Mal im Jahr in Buenos Aires Shoppen. Mehr Auswahl und billiger wurde mir berichtet. Wofür sich bisher noch kein adäquater Ersatz gefunden hat sind die nicht vorhandenen Kaffeeketten. Kulturell ist man hier eben auf Mate eingestellt. Das ist ja auch in Ordnung und garantiert ein nettes Gemeinschaftserlebnis, aber es kann doch kein ernsthafter Ersatz für einen Kaffee sein?!? Aber es ist ja auch nicht nur der Kaffee, der fehlt. Vielmehr fehlt der Rückzugsort am Nachmittag, wenn man keinen Hunger oder Durst hat und sich einfach nur mal nett Hinsetzen will. Und noch viel mehr fehlen mir die hübschen überdimensionierten Tassen.*
Ein weiteres schönes Erlebnis zum Thema der gleichmachenden Globalisierung war als ich auf Station neben einem Studenten stand und dachte "Moment, den Duft kenn ich doch. Aber in meiner Welt gehört der zu jemand Anderem". Manchmal ist es eben nicht das Selbe sondern nur das Gleiche.
Übrigens bestehe ich darauf dass heute Hallomationstag ist. Weder Reforween noch sonst irgendwas.
Ich hab Beweise:
Und falls sich jemand wundert warum auf meinem 120-Tage-Abstreichkalender noch kein Tag durchgestrichen ist. Der ist einfach zu schade dazu. Aber ich garantiere euch ich schau jeden Tag drauf!
Wirklich neue Fotos gibt es nicht aus der letzten Zeit.
Aber ich hab ein paar lustige Dinge gesammelt.
Mein Sammelsurium.

Spielzeug für medizinische Spielkinder I
Spielzeug für medizinische Spielkinder II
Spielzeug für (große) medizinische Spielkinder III
Werkzeugset mit Blumenmuster. Leider verwackelt.
Das ist entweder merkwürdig sexistisch (für Mädchen gedacht)
oder sehr tolerant (für Jungs gedacht).
Ich bin bei der Wertung noch unentschlossen.
Dönerladen mit deutschem Werbeslogan
und der spanischen Erklärung dass Döner von Berlin aus Europa eroberte.
Noch mehr spannende Infos zur Geschichte des Döners gibts hier
Scheinen auch wichtige deutsche Produkte zu sein.
(Preise 4,33€ bzw 4,16€)
Es gibt hier auch die Erdnussbutter desselben Herstellers
im Glas mit deutscher Beschriftung.
*Um das nochmal klar zu stellen. Es geht mir gar nicht mal um das Amerikanische an diesen Coffeeshops. Genauso lieb und eigentlich noch viel lieber ist mir nämlich Balzac Coffee. Gibts aber nur in Hamburg/Berlin/Hannover/Lübeck. Norden hat eben doch was, was der Süden nicht hat!



























